TOM 6
Rückgabe, Abzug, Übergabe, Herausgabe und Löschung von Auftraggeber-Daten
Versionsübersicht:
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Bearbeiter |
Datum |
Version |
Tätigkeit |
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Patrik Scherer |
18.01.2022 |
v1.0 |
Veröffentlichung |
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Dieter Dunst |
12.08.2025 |
v1.2 |
detaillierteres Beschreibung und Beispiele |
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Patrik Scherer |
20.08.2025 |
v1.3 |
Integration von “public Clouds” |
Rückgabe und Löschung nach Vertragsende oder auf Kundenwunsch:
Da die eingebrachten Daten bei Vertragsverhältnissen im Rahmen der eitieCloud immer Eigentum des Auftraggebers sind und bleiben, steht dem Auftraggeber frei, ob er sie abziehen, transferieren, löschen oder wiederherstellen möchte. Falls der Auftragnehmer oder einer seiner Erfüllungsgehilfen die Datenintegration in die eitieCloud im Auftrag des Kunden übernimmt, so tut der Auftragnehmer dies „im Auftrag des Auftraggebers“. Falls der Auftraggeber Unterstützung beim Auszug beauftragt, so wird diese Unterstützung als IT-Consulting nach Aufwand berechnet.
Die Cloud-Lösungen selbst, sowohl public- als auch private-Cloud-Anteile verbleiben immer im Eigentum des Auftragnehmers. Hierzu gehört auch jegliche Konfiguration, Skripte, Drittanbieter-Anwendungen, Policies oder von eitieCloud hinterlegte Schnittstellen oder Vertrauens-Stellungen.
Abhängig von der technischen Umsetzung kann es möglich werden, dass die Beweglichkeit der Daten eingeschränkt ist (z.B. da der Kunde hierzu auf Infrastrukturen zugreifen müsste, die dem Team der Umgebungsadministration vorbehalten sind). In einem solchen Fall, steht dem Auftraggeber zu, dass der Auftragnehmer die Daten für die Bewegung vorbereitet. Ressourcen und Aufwand hierzu werden zu den zu diesem Zeitpunkt geltenden Konditionen berechnet.
Beispiele:
- ein verschlüsselter FTP-Server für den auftraggeberseitigen Abzug der Daten
- eine Remote-Desktop-Session, über welcher der Auftraggeber seine Daten abziehen kann
- ein verschlüsselter Datenträger, der persönlich oder über einen Kurier dem Kunden ausgehändigt oder vom Kunden abgeholt wird
- Nach Bestätigung des vollständigen Dateneingangs seitens des Auftragsgebers, löscht der Auftragnehmer nach folgendem Konzept
- Folgende Daten werden unverzüglich gelöscht:
- Nutz- und Laufdaten des Kunden, hierunter fallen z.B.
- elektronische Postfächer
- gemeinsam genutzte Datenspeicher-Verzeichnisse
- persönlich zugeordnete Datenspeicher-Verzeichnisse
- Datenbanken
- Programmdaten
- Installations- und Wartungsdaten
- dediziert betriebene virtuelle Server
- Die für den Kunden betriebene Subdomain inklusive Verwaltungsbestandteile aus der Hauptdomäne
- Benutzerprofile
- Anmeldekonten der Benutzer
- Dediziert für den Kunden betriebene Sicherungen (nicht im Standard enthalten)
- Folgende Daten werden nach einem Jahr gelöscht:
- Kontaktinformationen der Ansprechpartner des Kunden
- Organisatorische Datensätze des Kunden wie
- Anmeldedaten für Portale
- Einwahldaten für Internet-Zugänge
- Hardware- und Software-Dokumentation des Kunden
- On-Site Sicherungsdaten (= Sicherungen, die angeschaltet und angebunden vorgehalten werden)
- Daten innerhalb offline aufbewahrter Sicherungen:
- Offline vorgehaltene Sicherungen werden vom Auftragnehmer im Hintergrund über viele Kunden hinweg anteilig rotierend auf Datenträger geschrieben, komprimiert, dedupliziert, verschlüsselt und aufbewahrt. Die Datenträger werden zyklisch abhängig vom vereinbarten Sicherungs-Konzept überschrieben. Der Auftragnehmer versichert, dass spätestens in der doppelten vereinbarten Vorhaltezeit alle Auftraggeber-Daten unwiederbringlich überschrieben und somit gelöscht sind.
- Eine vorzeitige Löschung der Offline-Daten ist nicht vorgesehen.